Bewachungsgewerbe – wie ist das definiert?

Ein Gewerbe übt aus, wer eine auf Gewinnerzielung und auf Dauer ausgerichtete selbstständige Tätigkeit ausübt.

Ein Bewachungsgewerbe – gemäß §34a GewO – übt aus, wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen schützen will. Dazu gehört die Bewachung von Objekten, Personenschutz, Veranstaltungsschutz, Geld- und Werttransport und viele weitere Tätigkeitsfelder.

Um solch ein Gewerbe ausführen zu dürfen bedarf es einer sogenannten Bewachungserlaubnis, die bei der zuständigen Behörde (Ordnungsamt) zu beantragen ist.

(Die Vorraussetzungen die ein Unternehmer dabei erfüllen muss finden Sie im nächsten Abschnitt.)

Beispiel 1

Herr Baum möchte sich mit seinen beiden Kumpels selbstständig machen. Sie haben die Idee einen Revierdienst für große Industriekunden in der Umgebung anzubieten. Ein paar Monate später haben sie bereits 5 zusätzliche Mitarbeiter. Diese patroullieren nachts die großen Werksgelände in der nahen Umgebung. Es handelt sich hierbei um das Eigentum fremder Personen.

Herr Baum und seine Kollegen schützen also gewerbsmäßig das Eigentum fremder Personen.

Sie üben ein Bewachungsgewerbe aus.

Beispiel 2

Herr Riebe ist seit Jahren Stammtürsteher bei einer Diskothek in Hamburg. Allerdings ist er nicht bei einem Sicherheitsdienst angestellt, sondern ist direkter Mitarbeiter von der Diskothek.

Herr Riebe übt kein Bewachungsgewerbe nach §34a GewO aus, da er nicht das Eigentum fremder Personen oder Unternehmen schützt. Er ist ein hauseigener Mitarbeiter.