Buchführung und Aufbewahrung – § 14 BewachV

Der Unternehmer eines Bewachungsunternehmens muss bestimmte Aufzeichnungen machen und Unterlagen und Belege übersichtlich sammeln. Sie müssen in deutscher Sprache verfasst sein, und müssen jeweils sofort aufgezeichnet werden. Darüber hinaus müssen diese mindestens bis zum Ende des nach der Entstehung, 3. Kalenderjahres, in den Geschäftsräumen aufbewahrt werden. Diese Aufzeichnungen, Unterlagen und Belege sind hier kurz und übersichtlich aufgeführt.

1. Bewachungsvertrag – Name+Anschrift d. Auftraggebers, Inhalt und Art der Dienstleistung, Tag des Vertragsabschlusses.

2. Daten der Mitarbeiter – Name, Anschrift, Geburtsdatum, Tag der Einstellung

3. Aufzeichnung über die Verpflichtung der Wachperson, dass ein Namensschild oder eine Kennnummer getragen werden muss.

4. Aufzeichnung über die Überlassung und Rückgabe von Waffen und Munition.

5. der Versicherungsvertrag ist aufzubewahren

6. die Verpflichtungserklärung des Wachpersonals ist aufzubewahren

7. Nachweise der Zuverlässigkeit von Mitarbeitern, sowie deren Nachweis über eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung.

8. die Anmeldung der Mitarbeiter bei der zuständigen Behörde (Ordnungsamt)

9. Dienstanweisung und deren Empfangsbescheinigung

10. Vordruck eines Dienstausweises und das Verzeichnis der vorhandenen Dienstausweise

11. Anmeldung und Genehmigung der Mitarbeiter für das Tragen von Waffen im Dienst (vom Ordnungsamt)

12. Bestätiung der Anzeige eines Waffengebrauchs im Dienst.

§ Gesetzestext - §14 BewachV

(1) Der Gewerbetreibende hat nach Maßgabe der folgenden Vorschriften Aufzeichnungen zu machen sowie Unterlagen und Belege übersichtlich zu sammeln. Die Aufzeichnungen sind unverzüglich und in deutscher Sprache vorzunehmen. § 239 Abs. 2 bis 4 des Handelsgesetzbuches gilt sinngemäß.

(2) Der Gewerbetreibende hat über jeden Bewachungsvertrag Namen und Anschrift des Auftraggebers, Inhalt und Art des Auftrages sowie Tag des Vertragsabschlusses aufzuzeichnen. Darüber hinaus hat er folgende Aufzeichnungen anzufertigen:

1. gemäß § 9 Abs. 1 über Namen, Anschrift, Geburtsdatum und Tag der Einstellung von Wachpersonen,

2. gemäß § 11 Abs. 3 über die Verpflichtung der Wachpersonen zur Mitführung und zum Vorzeigen des Ausweises,

3. gemäß § 11 Abs. 4 über die Verpflichtung der Wachperson, ein Namensschild oder eine Kennnummer zu tragen,

4. über die Überlassung von Schusswaffen und Munition gemäß § 28 Abs. 3 Satz 2 des Waffengesetzes und über die Rückgabe gemäß § 13 Abs. 1 Satz 2.

(3) Der Gewerbetreibende hat folgende Unterlagen und Belege zu sammeln:

1. Versicherungsvertrag nach § 6 Abs. 1,

2. Verpflichtungserklärung des Wachpersonals nach § 8 Abs. 2,

3. Nachweise über die Zuverlässigkeit, Unterrichtungen und Sachkundeprüfungen von Wachpersonen nach § 9 Abs. 1 Satz 1 sowie über Meldungen von Wachpersonen, gesetzlichen Vertretern und Betriebsleitern nach § 9 Abs. 3,

4. Dienstanweisung nach § 10 Abs. 1 Satz 1 und Empfangsbescheinigung nach Abs. 2,

5. Vordruck eines Ausweises nach § 11 Abs. 1 Satz 1 und Verzeichnis nach Abs. 2,

6. die Benennung nach § 28 Abs. 3 Satz 1 und die behördliche Zustimmung nach § 28 Abs. 3 Satz 2 des Waffengesetzes,

7. Anzeige über Waffengebrauch nach § 13 Abs. 2.

(4) Die Aufzeichnungen, Unterlagen und Belege sind bis zum Schluss des dritten auf den Zeitpunkt ihrer Entstehung folgenden Kalenderjahres in den Geschäftsräumen aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist endet hiervon abweichend

1. in den Fällen des Absatzes 2 Satz 1 und des Absatzes 3 Nr. 1 und aller sich hierauf beziehenden Schriftstücke drei Jahre nach dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die Verträge endeten,

2. in den Fällen des Absatzes 2 Satz 2 Nr. 1 und des Absatzes 3 Nr. 2 bis 5 drei Jahre nach dem Schluss des Kalenderjahres, in dem das Beschäftigungsverhältnis endete.

(5) Die Verpflichtung, Aufzeichnungen über Bewachungsverträge zu machen, besteht nicht, soweit Landfahrzeuge bewacht werden.

(6) Eine nach anderen Vorschriften bestehende Pflicht zur Buchführung und zur Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen, Unterlagen und Belegen bleibt unberührt.